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Umweltfreundlicher Einkauf

Kalender Icon17. Juni 2009
Autor IconRedaktion

Es geht nicht mehr anders

Der Outputspezialist Kyocera Mita errang den 3. Platz im Wettbewerb

„Büro & Umwelt“ 2008 der Initivative B.A.U.M. e.V., aber der nachhaltige Umgang mit der Natur bestimmt nicht erst seit letztem Jahr die Unternehmensphilosophie.

Kyocera Mita ist einer der weltweit führenden Anbieter von Outputlösungen. Mit Sitz in Meerbusch steuert die Kyocera Mita Deutschland GmbH die deutschen Vertriebs-, Marketing- und Service-Aktivitäten. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der japanischen Kyocera Corporation. Der nachhaltige Umgang mit den weltweiten Ressourcen gehört zur Unternehmensphilosophie. Kyocera lässt sich dabei vor allem vom Motto des Firmengründers Dr. Kazuo Inamori leiten: „Respect the Devine and Love People“ (Respektiere das Göttliche und liebe die Menschen). Ein Beispiel dafür ist die „Ecosys-Technologie“, durch die ein siebtel weniger Müll entsteht als bei anderen Tonersystemen, da kein Kartuschenwechsel stattfindet, sondern nur Toner nachgefüllt wird.

Im Sinne dieser nachhaltigen Tradition richtet der Konzern nicht nur seine Produktentwicklung aus, sondern engagiert sich seit vielen Jahren auch in den verschiedensten Umweltschutzprojekten. So unterstützt man zum Beispiel seit 1987 die Deutsche Umwelthilfe. Alle Kyocera-Niederlassungen weltweit unterliegen dem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Auch Kyocera Mita Deutschland wurde im vergangenen Jahr erfolgreich auditiert und zertifiziert.

Der Wettbewerb „Büro und Umwelt”

Der dritte Platz beim Wettbewerb „Büro und Umwelt“ war eine Überraschung für den Kyocera-Umweltbeauftragten Detlef Herb. Eine engagierte Diplomandin hatte das Unternehmen in eigener Regie zum Wettbewerb angemeldet. Aber, so freut sich Herb, damit hätte man das Ziel der „automatischen innerbetrieblichen Umsetzung“ des Umweltgedankens klar erreicht. Der Gedanke müsse sich bei den Mitarbeitern festsetzen und durch spezielle Informationspolitik und Kommunikation aufrecht erhalten werden. Dazu sind kreative Ansätze gefragt. Vor zwei Jahren gab es beispielsweise einen Adventskalender im Intranet mit Multiple Choice-Fragen zu umweltrelevanten Themen – fürs Mitmachen wurde man durch eine Gewinnmöglichkeit belohnt.

Manchmal müsse man die Kollegen aber auch zur ihrem Glück „zwingen“. Beispielsweise werde demnächst der automatischer Duplexdruck im Unternehmen eingeführt – auf freiwilliger Basis sei diese Sparmaßnahme nicht erfolgreich gewesen, so Herb. Auch bei Lieferanten stellt man bei Kyocera Mita hohe Ansprüche. Umweltzertifizierte Partner würden grundsätzlich bevorzugt. Denn nachhaltiges Wirtschaften sei heutzutage in Anbetracht der Umweltsituation unumgänglich, erklärt Herb. Das Fazit des Umweltmanagers: „Es geht nicht mehr anders“.

Einkauf bei zertifizierten Lieferanten

Sandra Bos, Abteilungsleiterin Verwaltung, ist unter anderem verantwortlich für den allgemeinen Einkauf. In puncto Büromaterial würden falls möglich nur Lieferanten/Hersteller mit dem blauen Engel oder anderen „grünen Zertifikaten“ bevorzugt. Mit den Kollegen im Home Office und der sich unter dem gleichen Dach befindlichen Kyocera Mita-Europazentrale werden insgesamt rund 400 Büroarbeitsplätze umweltfreundlich ausgestattet: Unternehmensweit vorgeschrieben sind

Recyclingpapiere und Pappordner, Textmarker sollten aus Holz sein, PVC-Sichthüllen dürfen eine maximale Folienstärke von 0,12 mm haben, Ersatzminen für Gelroller und Refills für Korrekturroller sind erwünscht.

Auch beim Einkauf des Möbelstandardprogramms wird mit einem zertifizierten Lieferanten zusammengearbeitet (Assmann-Büromöbel, „Blauer Enge”). Die Verantwortung für die Auswahl der Produkte liege beim jeweiligen Abteilungsleiter des anfordernden Bereichs, erzählt Bos. Doch sollte bei einer Bestellanforderung gegen allgemeine Umweltaspekte verstoßen werden, müsse das aufgeklärt werden.

Im Bereich IT erfolgt beispielsweise der Einkauf der Standard-Notebooks bei einem Hersteller mit eigenem Umwelt- und Energieeinsparmanagement. Auch bei Monitoren werden entsprechende Maßstäbe angesetzt, das „Energy Star”-Label ist die Mindestvoraussetzung. Eine kontinuierliche Beobachtung des Marktes erleichtert die Produkt-bzw. Lieferantenauswahl.

Auch bei externen Dienstleistern wird auf Umweltverträglichkeit geachtet, zum Beispiel bei den eingesetzten Reinigungsmitteln der Reinigungsfachkräfte oder der pestizidfreien Gartenpflege. Auch der Caterer der Kantine wird angehalten, nur genfreie Lebensmittel zu verwenden und Importprodukte zu vermeiden. Ein eigener Flyer für die interne Beachtung der Umwelt-Guidelines wird derzeit noch vom Umweltteam produziert. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Abfallsortierung (bei falscher Sortierung am Arbeitsplatz wird der Verursacher persönlich angesprochen) und dem Energieverbrauch (Abschalten der Geräte beim Verlassen des Gebäudes).

Auch im Gebäudemanagement wird auf den Energie- und Ressourcenverbrauch geachtet. Die Außenbeleuchtung wird über Lichtmesser gesteuert, die großen Glasflächen in den Bürobereichen erforden weniger künstliches Licht.

In der Fahrzeugflotte erfolgt die Auswahl der zugelassenen Fahrzeuge unter Berücksichtigung der Verbrauchswerte. Die Kraftstoffabrechnungen werden kontrolliert, die Nutzer werden darauf hingewiesen, wenn der Verbrauch abweichend von der Norm ist und zu treibstoffsparender Fahrweise angehalten. Zur Senkung des Spritverbrauches und der CO2-Emissionen sind alle Firmenfahrzeuge mit Michelin-„Energy-Saver”-Winterreifen ausgestattet.

www.kyoceramita.de

Der Kyocera-Umweltpreis geht in die zweite Runde

Vor einem Jahr wurden die ersten drei Gewinner des Kyocera–Umweltpreises auf dem Tag der Wirtschaft feierlich ausgezeichnet. Jetzt geht der mit 100 000 Euro dotierte Umweltpreis in die zweite Runde. Zusammen mit seinen Partnern, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und dem Internetportal kununu.com ruft Kyocera Unternehmen erneut dazu auf, innovative Umweltkonzepte für einen nachhaltigen Klimaschutz zu formulieren und bis zum 31. März 2010 bei der hochkarätig besetzten Experten-Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer einzureichen. Teilnahmeberechtigt sind sowohl bereits abgeschlossene wie auch noch nicht realisierte Projekte. Einzige Voraussetzung ist, dass sie eine eindeutige Klimarelevanz beziehungsweise eine nachhaltige Reduzierung des CO2-Ausstoßes nachweisen können. Interessierte Unternehmen reichen im Rahmen ihrer Bewerbung genaue Angaben zu Projekten und Verwendungszweck des Preisgeldes ein. Als Beispiele für klimarelevante Lösungen seien die Sanierung der Heizungsanlage, eine umfassende Gebäudedämmung oder der Einbau einer Solaranlage genannt.

Außerdem möchte Kyocera erstmals auch Mitarbeiter dazu aufrufen, das Umweltengagement ihres Unternehmens allgemein zu bewerten. Über das Internetportal kununu (www.kununu.com) können sie online dazu beitragen, insgesamt

20 000 Euro Preisgeld für ihr Unternehmen zu sichern.

www.kyocera-umweltpreis.de

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