In den nächsten Wochen planen die Verbraucher:innen, mehr Geld für Konsumausgaben auszugeben und weniger zu sparen. Die Anschaffungsneigung steigt im Vergleich zum Vormonat, während keine Ausweitung der Sparanstrengungen geplant ist. Diese Entwicklung könnte zu einer Erholung des privaten Konsums im weiteren Jahresverlauf führen. Im ersten Quartal war der private Konsum aufgrund einer hohen Sparquote schwach.
Die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung ist ebenfalls optimistischer. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher:innen steigen im Vergleich zum Vormonat und erreichen den höchsten Stand seit Anfang 2022. Bei den Einkommenserwartungen gibt es ebenfalls einen Anstieg, wenn auch nur einen geringen. Offenbar rechnen die Verbraucher:innen nicht damit, dass sich ihre eigene Einkommenssituation in gleichem Maße verbessert wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Das HDE-Konsumbarometer verzeichnet im Juni einen ähnlich deutlichen Zuwachs wie im Vormonat und steigt damit den fünften Monat in Folge. Der langanhaltende positive Trend bei der Verbraucherstimmung in Deutschland lässt auf eine Erholung des privaten Konsums und letztendlich der gesamtwirtschaftlichen Lage hoffen. Im ersten Halbjahr 2024 ist jedoch nur mit einer verhaltenen konjunkturellen Verbesserung zu rechnen.
Das HDE-Konsumbarometer wird monatlich veröffentlicht und basiert auf einer Umfrage unter 1600 Personen zu Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanzieller Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es dient als Indikator für den privaten Konsum und spiegelt nicht das aktuelle Verbraucherverhalten, sondern die erwartete Stimmung für die nächsten drei Monate wider.
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