Herr Knipper, noch immer wird darüber diskutiert, wie viele Tage im Homeoffice „erlaubt“ sein sollten und wo Mitarbeitende am produktivsten sind. Ist das aus Ihrer Sicht noch die richtige Fragestellung?
Gregor Knipper: Ich denke, dass die Realität schon längst einen Schritt weiter ist. Es gibt vollständig remote organisierte, erfolgreiche Unternehmen, hybrides Arbeiten ist in den meisten Organisationen etabliert, und selbst Firmen mit Präsenzpflicht erleben täglich standortübergreifende Zusammenarbeit. Arbeit ist heute fast immer zu einem gewissen Anteil hybrid – die Qualität entscheidet sich nicht am Ort, sondern an der Umsetzung. Die Frage sollte daher sein, wie ich es schaffe Mitarbeitende unabhängig vom Arbeitsort gleich gut einzubinden, die Kommunikation in verteilten Teams zu verbessern und Meetings so zu gestalten, dass alle gleichermaßen beitragen können.
Und wie lautet die Antwort auf diese Frage?
Gregor Knipper: Die ist mitunter durchaus komplex und fällt nicht für jedes Unternehmen gleich aus. Generell gilt: Professionelle Audio- und Videolösungen sowie Kollaborationstools sind zentrale Bausteine. Sie müssen reibungslose und natürliche Kommunikation über räumliche Distanz hinweg gewährleisten. Letztendlich schafft aber erst das Zusammenspiel aus durchdachter Technologie, gelebter Kultur und empathischer Führung eine Umgebung, in der sich Leistung, Zusammenarbeit und Innovationskraft wirklich entfalten können.
Welche Rolle spielt Jabra als Hardware-Hersteller dabei?
Gregor Knipper: Wir verstehen uns hier ganz klar nicht nur als Hersteller, sondern als Sparringspartner rund um neue Arbeitskonzepte. Gemeinsam mit unseren Partnern und Endkunden analysieren wir, wer im Unternehmen wie, wo und mit wem arbeitet. Daraus leiten sich Anforderungen ab: Was brauchen Mitarbeitende wirklich? Wie sollten Büros und Besprechungsräume gestaltet und ausgestattet sein? So rücken tatsächliche Bedürfnisse und praxistaugliche Lösungen in den Vordergrund – statt technischer Specs und Buzzwords. Wir sprechen auch immer wieder über die Vorteile hybrider Arbeit – wie zum Beispiel mehr Inklusion und Vereinbarkeit von Leben und Arbeit, weniger Pendeln, Geschäftsreisen und CO2-Emissionen, dafür aber größere Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung.
Jabra hat gerade zwei neue Headsets auf den Markt gebracht. Inwiefern unterstützen diese modernes Arbeiten noch besser als ihre Vorgängermodelle?
Gregor Knipper: Die neuen Headsets Jabra „Evolve3 85“ und „Evolve3 75“ sind eine Weiterentwicklung in allen Bereichen – ob Sprachübertragung, Akkulaufzeit, Gewicht, ANC oder Soundqualität – und ermöglichen fokussiertes Arbeiten an jedem Ort. Erstmals verzichten wir dabei auf den Mikrofonarm – zum einen, weil Kunden sich ein Headset wünschen, dass sie sowohl im Büro als auch in der Freizeit nutzen können. Und zum anderen, weil wir dies jetzt technisch so umsetzen können, dass es keine Abstriche bei der Sprachqualität gibt. Denn das Wichtigste bei einem Headset ist und bleibt, dass Gesprächspartner einen klar verstehen. Zudem sprechen wir nicht mehr nur mit Menschen, sondern zunehmend auch mit KI-Assistenten. Und die KI benötigt besonders präzisen Audio-Input, um zuverlässige Ergebnisse liefern zu können.



